Montag, 8. Oktober 2012
Kutschenunfall beim Schloss Neuschwanstein - Schwangau
Zu einem ungewöhnlichen Unfall mit schweren Folgen kam es am heutigen Montag dem 08.10.2012 gegen 12.15 Uhr auf dem Zufahrtsweg zum Schloss Neuschwanstein.
Nach den bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Sachverhalt wir folgt: Eine
mit sieben Besuchern besetzte Kutsche stand abfahrtsbereit am
Einsteigeplatz unterhalb des Schlosses, um die Fahrgäste zurück zum
Parkplatz zu bringen. Der Kutscher stand noch neben der Kutsche, als die
Pferde aus ungeklärter Ursache durchgingen und ohne den Kutschführer
bergab galoppierten. Nachdem zunächst eine entgegenkommende Kutsche
leicht gestreift wurde, geriet die Kutsche nach links gegen eine Mauer,
wobei eine Mutter und ihre beiden 9 und 12 Jahre alten Kinder aus dem
Fahrzeug geschleudert wurden. Im weiteren Verlauf liefen die
Pferde auf eine vorausfahrende Kutsche auf, die nur mit dem
Kutschenführer besetzt war, und kamen schließlich rechts neben dem Weg
abrupt zum Stehen. Dadurch wurden die vier weiteren Fahrgäste aus der
Kutsche geschleudert. Die Pferde der vorausfahrenden Kutsche
gingen in der Folge ebenfalls durch und der Kutscher wurde aus dem
Fahrzeug geschleudert. Dieses Gespann kam etwa 200 Meter später zum
Stehen. Bei dem Vorfall wurden alle acht beteiligten Personen
verletzt. Die zunächst von der Kutsche geschleuderte Mutter sowie zwei
weitere Personen wurden aufgrund ihrer schweren Verletzungen von 3
Rettungshubschraubern vom Unfallort abtransportiert. Zwei Pferde –
von jedem Gespann eines – wurden so schwer verletzt, dass sie vor Ort
von einem Tierarzt eingeschläfert werden mussten. Die Polizei, 6
Notärzte sowie Rettungsdienst und die Feuerwehren Füssen Hohenschwangau
und Füssen waren an dem Einsatz beteiligt. Darüber hinaus befanden sich
die Bergwachten Füssen, Pfronten und Nesselwang auf der Anfahrt. Landrat
Johann Fleschhut und Bürgermeister Reinhold Sontheimer kamen zur
Unfallstelle, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Die 40-jährige Mutter der beiden verletzten Kinder erlitt schwerste
Kopfverletzungen. Die beiden Mädchen im Alter von 11 und 9 Jahren wurden
schwer verletzt. Sie erlitten unter anderem Frakturen an den Beinen.
Die Familie stammt aus dem Landkreis Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz. Zudem befanden sich in der Kutsche vier japanische Touristen (2 Frauen und 2 Männer), welche leichtere Verletzungen davontrugen.
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