Posts mit dem Label drk werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label drk werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. November 2012

Hilfsgüter für syrische Flüchtlinge auf dem Weg in die Türkei - Deutsches Rotes Kreuz

Das Deutsche Rote Kreuz hat am Dienstag einen ersten LKW mit Hilfsgütern für syrische Flüchtlinge in der Türkei auf den Weg gebracht. Zeltheizungen, Decken und andere Hilfsgüter sollen vor allem den Kindern vor Ort über den Winter helfen. Insgesamt 110.000 Syrier sind in die Türkei geflohen und dort komplett auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bis zu 20.000 weitere Menschen warten auf der syrischen Seite der Grenze auf Einreise. DRK-Mitarbeiterin Maike Krüger ist bereits vor Ort in der Türkei: „Noch sind die Temperaturen hier an der türkisch-syrischen Grenze erträglich. Aber in wenigen Wochen wird es nachts unter Null Grad sein, und dann wird es hart für die Familien, die in Zelten ausharren müssen.“ Auf dem Weg in die Türkei sind nun 1.000 Hygienepakete u.a. mit Seife, Zahnpasta und Waschmittel, weitere 2.470 Pakete mit Kochgeschirr, 5.160 Decken sowie 14 Heizgeräte für große Zelthallen. Der erste LKW wird Anfang kommender Woche in Gaziantep an der Grenze zu Syrien erwartet und dem Türkischen Roten Halbmond übergeben. Zwei weitere Fahrzeuge mit Hilfsgütern kommen Ende der nächsten Woche an. Innerhalb Syriens ist die humanitäre Lage nach wie vor verheerend. 1,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht und suchen im In- oder Ausland nach sicheren Zufluchtsorten. Über 2.137 Schulen in Syrien sind geschlossen und dienen als temporäre Unterkunft für tausende Familien. Unterstützt vom Deutschen Roten Kreuz versorgen freiwillige Mitarbeiter vom Syrischen Roten Halbmond unter schwersten Bedingungen die Menschen mit Medizin, Wasser und Lebensmitteln. Mehrmals sind solche Hilfstransporte, die vom Syrischen Roten Halbmond durchgeführt werden, angegriffen worden. Insgesamt wurden 177 Rettungswagen, fast ein Drittel aller Rettungsfahrzeuge im Land, beschädigt oder zerstört und sind dadurch fahruntüchtig. Seit Beginn der Unruhen hat das DRK humanitäre Hilfe im Wert von 2,5 Millionen Euro in Syrien und in den Nachbarstaaten geleistet. Die nationalen Hilfsorganisationen in Syrien und in der Türkei verteilen Decken, Matratzen und Kochgeschirr an die Flüchtlinge. Die Helfer des Syrischen Roten Halbmonds wurden vom DRK mit mehreren LKW und Ambulanzfahrzeugen ausgestattet. Die Hilfe ist dank finanzieller Unterstützung von privaten Spendern, von der EU und von der deutschen Bundesregierung möglich. Für die Hilfe in Syrien und in den Nachbarstaaten ist das DRK dringend auf weitere Spenden angewiesen. Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Flüchtlingshilfe (Syrien) Online-Spende: www.DRK.de/onlinespende

Freitag, 2. November 2012

Neue Regelungen für Rettungskräfte in kritischen Einsatzsituationen

Bisher tragen Rettungsassistenten neben den Notärztinnen und Notärzten die hauptsächliche Verantwortung im Rettungsdienst. Eine Neuordnung der Berufsausbildung im Rettungsdienst konkretisiert das Tätigkeitsspektrum der Rettungskräfte in kritischen Einsatzsituationen. Das beschloss das Bundeskabinett in einem neuen Gesetz über Ausbildung und Beruf der Notfallsanitäter. Damit wird künftig die Übernahme ärztlicher Aufgaben durch den Notfallsanitäter möglich. Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt die neue Regelung. Hintergrund der Novelle ist die demographische Entwicklung: Immer mehr ältere Menschen werden in den kommenden Jahren auf den Rettungsdienst angewiesen sein. Veränderte Einsatzzeiten und Krankheitsbilder und eine geringe Notarztdichte im ländlichen Raum verschärfen die Anforderungen an das medizinische Fachpersonal. Bisher können Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten auch in einem Notfall nicht eigenständig Medikamente verabreichen oder sonstige Maßnahmen durchführen, die dem Arzt vorbehalten sind. Die Neuregelung beschreibt die Vorraussetzungen für die Übernahme ärztlicher Aufgaben durch den Sanitäter und sorgt für mehr Rechtssicherheit in kritischen Situationen. Mit der Neuordnung der Ausbildung löst das Berufsbild des Notfallsanitäters den Beruf des Rettungsassistenten ab. Die Ausbildungsdauer zum Notfallsanitäter verlängert sich von zwei auf drei Jahre. Auszubildende haben künftig einen Anspruch auf Zahlung einer Ausbildungsvergütung über die gesamte Ausbildungsdauer. „Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt die Ziele des Gesetzes: Mit der Neuregelung der Handlungskompetenzen und dem eigenständigen Durchführen heilkundlicher Maßnahmen kommen wir den Anforderungen an die Praxis im Rettungsdienst ein Stück näher. Das Gesetz ist ein wichtiger Beitrag, die Versorgung der Bürger angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und den strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen sicher zu stellen. Die Anforderungen an den Rettungsdienst werden sich sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht zukünftig erhöhen“, sagt Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes. Unterhalb der Katastrophenschwelle haben Bürger der Bundesrepublik Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf eine qualifizierte, bedarfsgerechte, schnelle und flächendeckende notfallmedizinische Versorgung. Rund 18.000 Rettungsassistenten sind derzeit beim Deutschen Roten Kreuz im Rettungsdienst beschäftigt. Das DRK ist damit der größte Arbeitgeber in diesem Bereich.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Tausende auf der Flucht vor Konflikt im Norden - DRK bitte um Hilfe - Mali

Das Deutsche Rote Kreuz ist sehr besorgt über die humanitäre Situation in Mali. Ein bewaffneter Konflikt im Norden des Landes macht es zunehmend schwer, humanitäre Hilfe zu der betroffenen Bevölkerung zu bringen. Tausende Menschen haben die Region verlassen. Sie sind entweder in sicherere Gebiete innerhalb Malis oder in angrenzende Länder wie Niger geflüchtet. In Mali sind zudem 4,6 Millionen Menschen von Hunger bedroht.  Das Rote Kreuz bittet um 20 Millionen Euro für die humanitäre Hilfe in Mali und den umlegenden Ländern. Das Rote Kreuz verteilt seit Juli 2012 Lebensmittel im Norden Malis. Ziel ist es, 420.000 Menschen bis zum Ende des Jahres zu erreichen. Außerdem wird das Krankenhaus in der Stadt Gao mit Medikamenten und anderen notwendigen Materialien ausgestattet. Auch kleinere Gesundheitsposten im Norden Malis werden vom Roten Kreuz unterstützt. „Die größte Not in diesem Konflikt erleidet die Zivilbevölkerung. Die Konfliktparteien müssen immer unparteiische humanitäre Hilfe zulassen“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, befindet sich zur Zeit auf einer Reise durch Mali und Niger. Er will sich ein Bild von der Lage machen, um die humanitäre Situation beurteilen zu können. Das Deutsche Rote Kreuz bittet dringend um Spenden für die Notleidenden in Mali und in den angrenzenden westafrikanischen Ländern.
Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00
Stichwort: Westafrika
Online-Spende: www.DRK.de/onlinespende

Dienstag, 16. Oktober 2012

Weltkatastrophenbericht 2012: 73 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht

73 Millionen Menschen auf der Welt haben ungewollt ihr Zuhause verlassen müssen. 43 Millionen davon sind auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten. 15 Millionen Menschen sind auf Grund von Naturkatastrophen auf der Flucht, und weitere 15 Millionen mussten auf Grund von Industrie- und Infrastrukturprojekten - zum Beispiel dem Bau von Dämmen – ihrer Heimat den Rücken kehren. Diese Zahlen gehen aus dem Weltkatastrophenbericht der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften vor, der am Dienstag vom Deutschen Roten Kreuz vorgestellt wird. Neben den Zahlen zu Flüchtlingen und Migration liefert der Weltkatastrophenbericht auch Zahlen und Statistiken zu Naturkatastrophen weltweit. Naturkatastrophen haben danach im Jahr 2011 Schäden in einer Höhe von 365,5 Milliarden US-Dollar verursacht. Das ist die höchste Zahl der vergangenen zehn Jahre und ist auf das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami in Japan im März 2011 zurückzuführen. Allein diese Katastrophe hat 210 Milliarden US-Dollar an Schäden verursacht. Gleichzeitig war im Jahr 2010 die Anzahl der Naturkatastrophen mit 336 die geringste der vergangenen zehn Jahren. Der Weltkatastrophenbericht zeigt, dass Menschen aus unterschiedlichsten Gründen auf der Flucht von ihrem eigentlichen Zuhause sind. „Unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status oder dem Grund, warum sie fort sind, müssen Menschen in Sicherheit und Würde leben können. Das bedeutet zum Beispiel ein Recht auf Schulbildung für Kinder und Jugendliche und ein Recht auf gesundheitliche Versorgung“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Für Menschen, die einen offiziellen Flüchtlingsstatus haben (etwa 15 Millionen weltweit), sind diese Rechte in der Genfer Flüchtlingskonvention verankert. Allein in Deutschland leben aber auch zwischen 250.000 und 500.000 Menschen in der sogenannten „aufenthaltsrechtlichen llegalität“. Sie genießen kaum formelle Rechte. Sie leben in ständiger Furcht, dass die Ausländerbehörden informiert und sie abgeschoben werden, wenn sie zum Beispiel ein Krankenhaus aufsuchen. Das DRK fordert daher, dass Krankenhäuser von ihren Übermittlungspflichten gegenüber Ausländerbehörden befreit werden. „Es darf nicht sein, dass Schwangere aus Furcht vor Abschiebung keine gesundheitliche Hilfe suchen“, so Seiters. Den kompletten Weltkatastrophenbericht finden Sie unter www.drk.de/weltkatastrophenbericht oder unter www.ifrc.org