Anfang der kommenden Woche wird die Chlorierung des
Ottobeurer Trinkwassers vorläufig eingestellt. Stattdessen muss das
Trinkwasser so lange wieder abgekocht werden, bis sicher ist, dass keine
Keime mehr im Ortsnetz zu finden sind: Das ist das Ergebnis eines
Gesprächs, zu dem das Landratsamt jetzt Bürgermeister Bernd Schäfer und
weitere Verantwortliche des Marktes Ottobeuren eingeladen hat. „Heute
haben wir wichtige Neuigkeiten erfahren: Vorgestern, am 10. Oktober,
wurde ein Leitungsstrang, der als Keimverursacher identifiziert wurde,
mechanisch vom Netz getrennt“, so Landrat Hans-Joachim Weirather im
Anschluss an das Gespräch. „Damit ist nachvollziehbar die
wahrscheinlichste Ursache der Verkeimung ausgeschaltet." Ende Juni waren Verkeimungen in weiten Teilen der
Ottobeurer Wasserversorgung aufgetaucht. Daraufhin musste das Wasser aus
Sicherheitsgründen zunächst abgekocht werden, bis eine
Chlorierungsanlage eingebaut wurde. Inzwischen geht der Markt Ottobeuren nun davon aus,
dass die alte, inzwischen nicht mehr benötigte Wasserleitung die Ursache
für die Verkeimung war. Diese sei nun aber diese Woche vom restlichen
Ortsnetz getrennt worden, sagte Schäfer. Auf dieser Grundlage sei es
vertretbar, die Chlorierung nun vorläufig aufzuheben, so der Landrat.
Gleichzeitig werde das Gesundheitsamt zum Schutz der Bevölkerung eine
neue Abkochanordnung erlassen. „Diese Abkochanordnung wird so lange
gelten, bis durch regelmäßige Untersuchungen sichergestellt ist, dass
das Wassernetz dauerhaft von Keimen frei ist“, betont Weirather. Sollten
bei den Proben erneut Keime festgestellt werden, müsse die Chlorierung
jedoch wieder aktiviert werden. Im Gespräch wurde das weitere Vorgehen
für die kommenden Wochen genau festgelegt. Der Markt Ottobeuren werde die Wasserversorgung in
den kommenden Wochen engmaschig untersuchen und laufend Proben nehmen,
so Bürgermeister Schäfer. Über den aktuellen Stand werde die Bevölkerung
auf dem Laufenden gehalten.
