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Mittwoch, 30. Januar 2013

DLRG Memmingen – Eistauchübung im Baggersee bei Attenhausen

Ein starkes Team – DLRG Eisrettungsübung / Foto: Krivacek

Eisig waren die Temperaturen in den letzten Tagen, viele Seen hatten eine gefährlich dünne Eisschicht gebildet. Für die Eisrettunsgübung der DLRG Memmingen ideale Übungsvoraussetzung. Wir begleiteten die Taucher an den Baggersee bei Attenhausen.
Die Mannschaft der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Memmingenrückte mit zwei Fahrzeugen und einem Rettungsboot aus. Am Treffpunkt angekommen, wurden erst einmal die Aufgaben und Verantwortungsbereiche besprochen. Nach dem organisatorischen Teil ging es jetzt in die Praxis. Die Taucheranzüge wurden angelegt, die Ausrüstung ein letztes mal kontrolliert. Mit den Worten “Auf geht’s zum Einbrechen”, wurde die Mannschaft Richtung Ufer geschickt. Vor allem die Jugendlichen freuten sich bei der Übung in das Eis einbrechen zu dürfen.

Ins Eis einbrechen mal anders

Obwohl der See zugefroren war und eine dünne Schneedecke eine trügerische Sicherheit suggerierte, war es für die Einsatzkräfte nicht schwer das Eis zu brechen. Für die Nachwuchstaucher eine wichtige Erfahrung, sie sollten bei der heutigen Übung Routine und Sicherheit im Eistauchen bekommen. Gesichert von mehreren Leinenführern am Ufer, zerbrachen Sie die Eisfläche und bereiteten die Tauchgänge vor. Doch nicht nur unter Wasser auch über dem Wasser übten die DLRG das richtige Vorgehen in Einsatzlagen. So robbten sich die Jugendlichen bäuchlings über die dünne Eisfläche. Anschließend ging es dann für Tauchlehrer und die zwei Tauchlehrlinge abwechselnd in das eiskalte Nass und unter die Eisdecke. Wichtig für die Nachwuschsretter, die Orientierung behalten und nicht in Panik geraten.

Zugefrorene Gewässer stellen immer ein Risiko dar

Die Übung zeigte eindrucksvoll wie trügerisch die vermeintlich “dicke” Eisschicht auf den Seen sein kann. Ohne große Kraft war es den professionellen Rettern des DLRG möglich in das Eis einzubrechen. Ist ein Eisläufer erst einmal in durch das Eis gebrochen, sind die Chancen aus eigener Kraft zurück auf die Eisfläche zu kommen sehr gering. Das eiskalte Wasser, die schwere Winterkleidung und der Schreck können binnen kürzester Zeit jegliche Kraft aus dem Körper ziehen. Sollten Sie einen Eisunfall beobachten wählen Sie SOFORT die 112 und versuchen Sie dann mit Hilfe weiterer Personen (sofern möglich) der eingebrochenen Person zu helfen. WICHTIG! Bringen Sie sich dabei nicht selber in Gefahr nutzen sie Äste, Stämme, Leitern und andere Gegenstände um an die eingebrochene Person zu kommen.
Das Fazit dieser Übung: Sollten Sie schnelle Hilfe im Wasser brauchen, ist die DLRG Memmingen eine perfekte Gruppe um Ihnen zu helfen.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Volles Programm für Einsatzkräfte vom DLRG Memmingen

Ereignisreich startete der Oktober für die Einsatzkräfte der DLRG Memmingen/Unterallgäu. Gleich drei „Einsätze“ innerhalb von vier Tagen galt es zu bewältigen. Am 2.10. geht eine erste Lagemeldung zur bayernweiten Zivil- und Katastrophenschutzübung „Bavaria 2012“ am 6.10. beim Leiter Einsatz, Anton Wiedergrün, ein. Die Koordinierungsstelle des Landesverbandes beauftragt darin die Bezirke, ihre Wasserrettungszüge in namentlicher Besetzung zu melden.  Als Teileinheit des Wasserrettungszuges Schwaben II ist auch der Tauchtrupp der DLRG Memmingen/Unterallgäu hierzu aufgerufen. Mitten in die Vorbereitungen platzt dann ein Einsatz für die Schnelleinsatzgruppe. Am Feiertag, 3.10., werden die Wasserretter  um 8:44 Uhr zu einem Einsatz in Bad Grönenbach alarmiert. Passanten haben dort in einem Bach eine treibende Person gesichtet. Die zehn anwesenden Einsatzkräfte müssen letztlich aber nicht ausrücken, da die treibende Person sich zwischenzeitlich als Treibholz herausgestellt hat. Weitere Lagemeldungen der Koordinierungsstelle des LV werden  ebenfalls noch am 3.10. und an den Folgetagen empfangen und müssen abgearbeitet werden. Schließlich erfolgt am 5.10. ein Marschbefehl für den Tauchtrupp zum Treffpunkt des Wasserrettungszuges Schwaben II und weiter zum Übungsgelände nach Roth. In Sollstärke, insgesamt sechs Personen (Truppführer, Taucher, Bootsführer, KatS-Helfer), ist die DLRG Memmingen/Unterallgäu vertreten. Angenommenes Übungsszenario ist ein großflächiges Hochwasser. Nach der Anfahrt (Kolonnenfahrt mit Blaulicht) werden die Wasserrettungszüge in den Bereitstellungsraum beordert. Später werden die Boote zu Wasser gelassen und verschiedene Einsatzaufträge abgearbeitet. Ein Taucheinsatz wird dem hiesigen Tauchtrupp nicht zugeordnet. Dafür sind mit unserem Rettungsboot verschiedene Absicherungsmaßnahmen zu treffen. Beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der DLRG Bayern zeigt sich der Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, der sich hierüber direkt vor Ort einen Eindruck verschafft. Weitere Einzelheiten der „Bavaria 2012“ sind auf den Internetseiten des Landesverbandes Bayern (bayern.dlrg.de/presse/faktenblaetter.html) zu finden. Neben der Großübung der 14 bayerischen Wasserrettungszüge der DLRG mit insgesamt über 800 ehrenamtlichen Helfern, findet  am gleichen Tag auch eine Katastrophenschutzvollübung im Landkreis Günzburg statt. Hierfür haben die dortigen Kollegen die DLRG Memmingen/Unterallgäu um Unterstützung gebeten. Zu dieser Übung werden sechs Einsatzkräfte entsandt. Ein Güterzug mit Arbeiterwaggon (besetzt mit rund 30 Arbeitern) ist mit einem vollbesetzten Kleinbus kollidiert. Eine rund 15 Personen starke Joggergruppe wird zudem von herumfliegenden Teilen verletzt. Weiter könnten Personen in die an der Unglückstelle vorbeiführende Mindel geschleudert worden sein. So das Szenario, dass die rund 350 Helfer abzuarbeiten haben. „Schon eine halbe Stunde nach ihrer Alarmierung tauchen drei unerschrockene DLRG-Helfer in die eiskalte Mindel und können nach rund zwanzig Minuten drei Personen aus der Mindel retten.“ (Mittelschwäbische Nachrichten). Hierbei waren auch unsere Einsatzkräfte beteiligt. Der Leiter Einsatz, Anton Wiedergrün, freute sich, dass sowohl die „Bavaria 2012“ in Sollstärke besucht, als auch den Kollegen im Landkreis Günzburg gleichzeitig personelle Unterstützung gewährt werden konnte. Zudem wurde auch die Einsatzbereitschaft der Schnelleinsatzgruppe in dieser Zeit durch verbleibende DLRG-Wasserrettungskräfte aufrecht erhalten. (DLRG Jürgen Bonnemann)

Freitag, 12. Oktober 2012

Alkoholisierter Mann treibt in der Ach - Hilfeleistung durch Spaziergänger - Lindau

Ein 44-jähriger Spaziergänger aus Lindau, der mit seinem Hund unterwegs war, entdeckte am Donnerstagabend einen in der Ach treibenden Mann obwohl dieser aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse und seiner dunklen Kleidung nur sehr schlecht erkennbar war. Durch sein sofortiges, beherztes Eingreifen hat der Spaziergänger ihn vermutlich vor großem Schaden bewahrt. Der Zeuge ging sofort an die Uferböschung, warf dem Verunglückten seine Hundeleine zu, die der im Wasser treibende Mann glücklicherweise fangen konnte und verständigte gleichzeitig mit dem in der anderen Hand haltenden Mobiltelefon die Polizei. Die ersten drei am Einsatzort eintreffenden Beamten der Lindauer Polizei konnte letztendlich mit Unterstützung von einer weiteren Streife der Bundespolizei den 54-jährigen Verunglückten aus dem Wasser ziehen und dem Rettungsdienst zuführen. Der 54-jährige Mann war stark alkoholisiert. Offensichtlich war er gegen 19:00 Uhr im Bereich der Brücke am Narrenhäusle aus unbekannten Gründen in die Hochwasser führende Ach gefallen. Statt sich für die Rettung zu bedanken wurden die Polizeibeamten und Rettungskräfte beschimpft. Dass der 54-Jährige aus Lindau vor gesundheitlichen Schäden verschont blieb, ist ausschließlich der sofortigen Hilfeleistung des Spaziergängers zu verdanken.

Mittwoch, 8. August 2012

Bootausflug endet mit Rettungsaktion - Senden

Ein Bootausflug einer Gruppe von zwei Männern und zweier Frauen aus Ulm und Neu-Ulm endete für einen der Männer mit einem großen Rettungseinsatz. Als die Gruppe im Bereich des Wehres auf Höhe des Ortsteiles Ay an der Iller angelangt waren, verließen sie vor dem Wehr die Iller, trugen die Boote an Land und machten eine Pause. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam der 31 jährige Ulmer gegen 13:45 Uhr auf die Idee, unterhalb des Wehres in den Stromschnellen zu schwimmen. Da das Wehr von Land aus unzugänglich ist, nutze der Mann den Umstand, dass ein Teil des Wehres aufgrund einer hochgefahrenen Regelklappe vom Fluss aus erreicht werden konnte. Nachdem er das Wehr bestiegen hatte, ließ er sich von dem abströmenden Wasser mitreißen. Ca. 15 Meter nach dem Wehr verfing sich die Badehose des Mannes am Grund, der in diesem Bereich aus Holzbohlen, mit teils hervorstehenden Nägeln, besteht. Aufgrund des starken Wasserdruckes gelang es dem Mann, der mit dem Rücken zum Wehr hängen blieb, nicht, sich selbst zu befreien. Auch den als erstes eintreffenden Helfern, die von einem angrenzenden Bauhof, der Feuerwehr, dem THW und der Polizei kamen, gelang es zunächst nicht dem Mann in seiner Notlage zu helfen. Da dem 31 Jährigen mit der Zeit die Kräfte verließen, mussten die Helfer, die sich gegenseitig mit Seilen davor sicherten, von der Strömung weggerissen zu werden, darauf beschränken, den Kopf des Mannes über Wasser zu halten. Auf Grund des Vorfalls waren schließlich rund 50 Einsatzkräfte darunter Kräfte der Wasserwacht, eine Tauchergruppe sowie der Rettungshubschrauber im Einsatz. Nach einer knappen Stunde gelang es den Einsatzkräften, nachdem die zweite Regelklappe hochgefahren wurde und der Wasserdruck dadurch reduziert wurde, die Hose aufzuschneiden und somit den Mann aus seiner Notlage zu befreien. Der stark unterkühlte Mann, der sich zudem Abschürfungen zugezogen hatte, wurde in ein Krankenhaus zur medizinischen Versorgung gebracht. Ein Helfer der bei dem Einsatz in einen herausstehenden Nagel getreten war, musste ebenfalls medizinisch versorgt werden.