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Samstag, 3. August 2013

Blow-ups: Lebensgefahr auf deutschen Autobahnen

Wenn in den kommenden Tagen die Temperaturen in Deutschland wieder über die 30-Grad Marke steigen, müssen Auto- und Motorradfahrer mit Blow-ups auf Autobahnen rechnen. Bei diesen Straßenschäden handelt es sich um Aufwölbungen oder Aufbrüche der Fahrbahndecke, die plötzlich und an nicht vorhersehbaren Stellen auftreten können und so eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer darstellen. Besonders betroffen von diesen Fahrbahnschäden waren zuletzt vor allem Autobahnen in Südbayern.  

Warum kommt es jetzt häufig zu Blow-ups? 
Im Vergleich zu den Vorjahren ist eine eklatante Häufung der Straßenschäden erkennbar. Alleine in Südbayern wurden im Juni und Juli knapp 30 Blow-ups registriert, ein Motorradfahrer kam aufgrund eines Fahrbahnschadens ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es um die gleiche Zeit nur fünf Vorfälle. Der ADAC rät angesichts der kommenden Hitzewelle zu besonderer Vorsicht. Abschnittsweise Geschwindigkeitsbeschränkungen sollten zur eigenen Sicherheit unbedingt eingehalten, der Abstand zum Vordermann sollte vergrößert werden. 

Wo und wann sind Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet?
Gewarnt wird vor älteren Autobahnabschnitten, deren Fahrbahndecken aus Beton bestehen. Eine der Ursachen für die Schäden kann in der zu geringen Einbaudicke des Betons liegen. Auch Bereiche, die Reparaturstellen aus Asphalt an benachbarten Betonplatten aufweisen, gelten als besonders gefährdet. Durch hohe Verkehrsbelastungen sind etliche Autobahnen zudem oft vorgeschädigt. Der Anteil an Betonfahrbahnen liegt in Südbayern bei etwa 50 Prozent, bundesweit sind rund 30 Prozent der Autobahnen aus Beton. Die übrigen Strecken sind Asphaltfahrbahnen. 

Was muss jetzt dringend unternommen werden?
Der ADAC sieht in den sich häufenden Blow-ups – ähnlich wie bei den vielen maroden Brücken – ein deutliches Warnsignal und fordert eine langfristige Strategie zum Straßenerhalt. Zwingend notwendig ist die Aufstockung der Investitionen in die Bundesfernstraßen von heute fünf Milliarden Euro auf mindestens 7,5 Milliarden Euro jährlich. Allein für den Erhalt müssen 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. (Quelle: ADAC)

Samstag, 20. Juli 2013

Bargeld von Betrügern aus Handtasche gestohlen in der Mindelheimer Innenstadt

Symbolfoto
Am Freitag, dem 19.07.2013, gegen 16 Uhr, hatte eine 73-jährige Frau bei einer Bank in Mindelheim mehrere hundert Euro abgehoben. Hierbei war sie wahrscheinlich von einer Tätergruppe beobachtet worden, da sie bereits beim Verlassen der Bank von einer ca. 20 jährigen, südländisch wirkenden, Frau auf der Maximilianstr. angesprochen und angebettelt wurde. Nach einem kurzen Gespräch, und zunächst unbehelligt, ging die Frau dann weiter in ein Geschäft. Als sie ca. 30 Minuten später zu ihrem Fahrrad ging und hier ihre Einkäufe, wie auch die Handtasche am Rad verstaute, wurde sie erneut von einer jungen Frau angebettelt und abgelenkt. Es kam nun sofort eine weitere, ca. 40 Jahre alte, südländisch wirkende Frau hinzu und redete ebenfalls auf die ältere Dame ein. Hierbei zog nun eine der beiden Frauen der älteren Dame das Kuvert mit dem Bargeld aus der Handtasche, was jedoch von einer zufällig hinzukommenden Zeugin beobachtet worden war. Als diese nun die ältere Dame warnte, liefen die beiden Frauen in Richtung Stephanskirche davon. Am Kirchplatz wartete bereits ein goldfarbener Pkw mit britischem Kennzeichen, in welchen eine der beiden Frauen einstieg. Die zweite Frau lief zunächst weiter über den Kirchplatz und wurde kurz danach dann ebenfalls von dem goldfarbenen Pkw aufgenommen. Trotz der beherzten Verfolgung durch die Geschädigte und zwei weiteren Zeugen konnten die Täterinnen zwar entkommen, es gelang jedoch einem der Zeugen, den goldfarbenen Pkw mit Kennzeichen zu fotografieren. Hinweise, insbesondere auch über den auffallenden goldfarbenen Pkw mit britischem Kennzeichen, nimmt die Polizei Mindelheim unter 08261/7685-0 entgegen.

Mittwoch, 30. Januar 2013

DLRG Memmingen – Eistauchübung im Baggersee bei Attenhausen

Ein starkes Team – DLRG Eisrettungsübung / Foto: Krivacek

Eisig waren die Temperaturen in den letzten Tagen, viele Seen hatten eine gefährlich dünne Eisschicht gebildet. Für die Eisrettunsgübung der DLRG Memmingen ideale Übungsvoraussetzung. Wir begleiteten die Taucher an den Baggersee bei Attenhausen.
Die Mannschaft der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Memmingenrückte mit zwei Fahrzeugen und einem Rettungsboot aus. Am Treffpunkt angekommen, wurden erst einmal die Aufgaben und Verantwortungsbereiche besprochen. Nach dem organisatorischen Teil ging es jetzt in die Praxis. Die Taucheranzüge wurden angelegt, die Ausrüstung ein letztes mal kontrolliert. Mit den Worten “Auf geht’s zum Einbrechen”, wurde die Mannschaft Richtung Ufer geschickt. Vor allem die Jugendlichen freuten sich bei der Übung in das Eis einbrechen zu dürfen.

Ins Eis einbrechen mal anders

Obwohl der See zugefroren war und eine dünne Schneedecke eine trügerische Sicherheit suggerierte, war es für die Einsatzkräfte nicht schwer das Eis zu brechen. Für die Nachwuchstaucher eine wichtige Erfahrung, sie sollten bei der heutigen Übung Routine und Sicherheit im Eistauchen bekommen. Gesichert von mehreren Leinenführern am Ufer, zerbrachen Sie die Eisfläche und bereiteten die Tauchgänge vor. Doch nicht nur unter Wasser auch über dem Wasser übten die DLRG das richtige Vorgehen in Einsatzlagen. So robbten sich die Jugendlichen bäuchlings über die dünne Eisfläche. Anschließend ging es dann für Tauchlehrer und die zwei Tauchlehrlinge abwechselnd in das eiskalte Nass und unter die Eisdecke. Wichtig für die Nachwuschsretter, die Orientierung behalten und nicht in Panik geraten.

Zugefrorene Gewässer stellen immer ein Risiko dar

Die Übung zeigte eindrucksvoll wie trügerisch die vermeintlich “dicke” Eisschicht auf den Seen sein kann. Ohne große Kraft war es den professionellen Rettern des DLRG möglich in das Eis einzubrechen. Ist ein Eisläufer erst einmal in durch das Eis gebrochen, sind die Chancen aus eigener Kraft zurück auf die Eisfläche zu kommen sehr gering. Das eiskalte Wasser, die schwere Winterkleidung und der Schreck können binnen kürzester Zeit jegliche Kraft aus dem Körper ziehen. Sollten Sie einen Eisunfall beobachten wählen Sie SOFORT die 112 und versuchen Sie dann mit Hilfe weiterer Personen (sofern möglich) der eingebrochenen Person zu helfen. WICHTIG! Bringen Sie sich dabei nicht selber in Gefahr nutzen sie Äste, Stämme, Leitern und andere Gegenstände um an die eingebrochene Person zu kommen.
Das Fazit dieser Übung: Sollten Sie schnelle Hilfe im Wasser brauchen, ist die DLRG Memmingen eine perfekte Gruppe um Ihnen zu helfen.

Montag, 15. Oktober 2012

Regen, Nebel, Laub und erster Frost - lauernde Gefahren im Straßenverkehr - Kraftfahrer aufgepasst

Der Sommer hat sich längst verabschiedet und ein - zumindest bei den Kraftfahrern unliebsamer Geselle - hinterlässt bereits seine ersten Spuren: Der Herbst ! Mit Nieselregen, Morgennebel, fallendem Laub auf den Straßen und bereits erstem Frost, herrschen auf den Straßen wieder "verschärfte Bedingungen". Demzufolge heißt es für alle Verkehrsteilnehmer: Umdenken und Aufpassen! Gute Voraussetzungen für eine reibungslose Teilnahme am Straßenverkehr schafft ein rechtzeitig gut gerüstetes Fahrzeug. Funktionieren die Bremsen einwandfrei ? Ist das Profil meiner Reifen ausreichend ? Habe ich die Beleuchtung meines Fahrzeugs überprüft ? Schalte ich nicht lieber auch am Tage meine Beleuchtung ein ? Ist die reflektierende Warnweste leicht greifbar, damit ich sie mir schnell überziehen kann, wenn ich das Fahrzeug spontan verlassen muss ? Alles Fragen, die sich ein umsichtiger Fahrzeugführer stellen sollte, um für ein Optimum an persönlicher Sicherheit für sich und andere zu sorgen. Die Anforderungen im "herbstlichen bwz. winterlichen Straßenverkehr" sind groß ..... aber mit der Berücksichtigung von ein paar Tipps doch zu bewältigen:

A) Nebel - immer ein großes Gefahrenmoment auf der Straße :
Eine der größten Gefahren und immer wieder auch unfallursächlich sind die plötzlich auftretenden Nebelbänke und im Herbst besonders oft auftretender Morgennebel. Frühzeitig sollte sich jeder Verkehrsteilnehmer darauf auch "innerlich einstellen" und sein eigenes Verhalten im Straßenverkehr entsprechend sensibel ausrichten. Neben einer verhaltenen und vorausschauenden Fahrweise gibt es auch noch eine ganze Menge weiterer Tipps, die in ihrer Gesamtheit zu einem "unfallfreien Durchkommen" helfen können.

  • Die Grundregel sollte sein: „Sehen und gesehen werden“, deshalb bei Nebel rechtzeitig und frühzeitig Abblendlicht anschalten !
  • Man sollte früh morgens etwas mehr Zeit für den Weg zum Arbeitsplatz und zur Schule einrechnen, die Fahrzeiten können sich bei Nebel verlängern. Wenn man nicht hetzen muss, erhöht dies die Sicherheit zusätzlich.
  • Bei Nebel die wichtigste Grundregel: Geschwindigkeit drastisch reduzieren, Fahrlicht oder Nebelscheinwerfer frühzeitig einschalten (Nebelschlussleuchte nur bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter!), rechts fahren und genügend Abstand zum Vordermann halten.
  • Bei Einfahrt in Nebelbänke frühzeitig mit der Reduzierung der Geschwindigkeit beginnen
  • Orientierungshilfen gezielt nutzen - Fahrbahnmarkierungen beobachten, Leitpfosten verfolgen, Rücklicht des „Vordermannes“ beobachten (aber: Sicherheitsabstand einhalten!)
  • Bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter gilt maximal Tempo 50, zusätzlich gilt hier für alle Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen ein generelles Überholverbot ! Die Führer von Fahrzeugen mit gefährlichen und kennzeichnungspflichtigen Gütern sollten besonders vorsichtig fahren, wenn nötig, müssen sie den nächsten geeigneten Platz zum Parken aufsuchen
  • Verschmutzte Scheiben und Beleuchtungseinrichtungen schon vor Fahrtantritt reinigen und dies in regelmäßigen Abständen auch wiederholen.
  • Frühzeitig Scheibenwischer einschalten, um die Scheibe klar zu halten. Scheibenwischer schon vor Beginn der Herbstzeit auf ausreichende Stärke prüfen.
  • Meldungen der Verkehrswarndienste im Rundfunk beachten, vorausschauende Planung der Reiseroute ist wichtig.
  • Raserei bei Nebel auf der Autobahn ist unverantwortlich – auch hier gilt: Geschwindigkeit runter und vor allen Dingen Abstand halten.
  • Sollte es doch passieren: Bei einem Unfall ist neben der vordringlichen Hilfeleistung für Verletzte die Absicherung der Unfallstelle besonders wichtig. Warndreiecke in ausreichend weiter Entfernung aufstellen, sich nur am Fahrbahnrand bewegen, wenn möglich Warnblinklicht nutzen und schnellst möglich Notruf absetzen, um fachgerechte Absicherung durch Polizei bzw. Straßenmeisterei zu veranlassen. Auf keinen Fall auf der Fahrbahn aufhalten ! Wichtig ist insbesondere das Tragen einer reflektierenden
  • Fallendes Laub und feuchte Straßen bergen eine weitere Gefahr in sich, ganz besonders für Motorradfahrer. In Kurven langsam und generell vorausschauend fahren !
  • Ein einwandfreier technischer Zustand des Kraftfahrzeuges sollte selbstverständlich sein. Funktionierende Beleuchtungseinrichtungen, gut gewartete Bremsanlagen und ein „fahrtüchtiger" Fahrzeugführer sind Grundvoraussetzung für unfallfreies Ankommen.

B) Schwerverkehr: Partnerschaftliches Verhalten wichtig !
Die alljährlichen Transporte von Kartoffeln und Zuckerrüben sind wieder unterwegs und damit auch die Anlieferung der Feldfrüchte auf der Straße zu ihren Verarbeitungsbetrieben. Da die Schwerfahrzeuge zum Teil auch auf den überregionalen Straßen unterwegs sind, auch hierzu ein paar Tipps:

Für die Fahrer der Schwerlastfahrzeuge:

  • Überprüfen sie regelmäßig den technisch einwandfreien Zustand des Zugfahrzeugs sowie aller Anhänger.
  • Geachtet werden sollte ganz besonders auch auf die Funktionsfähigkeit aller Beleuchtungseinrichtungen und Bremseinrichtungen, insbesondere auch am Anhänger
  • Bei langsam fahrenden Fahrzeugen erleichtert ein stetes und konsequentes „Rechts-Fahren“ anderen Verkehrsteilnehmern das Überholen.
  • Bei einer eventuellen Panne sollte die Anhaltestelle sofort und ausreichend mit Warndreiecken und Warnblinkanlage abgesichert werden (bei Nacht mit zusätzlichem Blinklicht).
  • Vor dem Befahren von öffentlichen Straßen müssen die Fahrzeuge grob von Feldschmutz befreit werden, um eine übermäßige Verschmutzung öffentlicher Straßen zu vermeiden. Durch Schmutz auf der Fahrbahn besteht vor allen Dingen eine große Gefahr für Zweiradfahrer.
  • Bei langen Kolonnen hinter den langsam fahrenden Fahrzeugen an geeigneter Stelle rechts ranfahren oder den nächsten Parkplatz langsam durchfahren, um ein Überholen der nachfolgenden Kolonne zu ermöglichen.
  • Übermüdete oder z. B. erkrankte Fahrzeugführer können eine potentielle Gefahr auch für andere Verkehrsteilnehmer darstellen, deshalb zum einen die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten einhalten, zum anderen empfiehlt sich bei erkrankten Personen und einer damit verbundenen Medikamenteneinnahme die Hände weg vom Steuer zu lassen

C) Für die übrigen Verkehrsteilnehmer:
  • Langsames Annähern an langsam fahrende Schwerlastfahrzeuge erhöht die Übersichtlichkeit vor einem Überholvorgang, trotzdem Überholvorgang rechtzeitig durch Setzen des Blinkers ankündigen.
  • Überholvorgänge sollten zügig, beginnend mit dem ersten Fahrzeug nach dem Schwerlastfahrzeug, begonnen und abgeschlossen werden.
  • Die Gesamtlänge der Zugkombinationen sollte nicht unterschätzt werden.
  • Gegenseitige Rücksichtnahme fördert das unfallfreie Ankommen aller Beteiligten.

Fußgänger aufgepasst - helle Bekleidung heißt aktiv für Sicherheit sorgen !

Die Fußgänger im Straßenverkehrsgeschehen sind die schwächsten Glieder der "Verkehrsteilnehmerkette". Doch auch hier kann jeder für sich selbst aktiv zu mehr Sicherheit beitragen: Mit dem Tragen von heller - noch besser reflektierender - Bekleidung wird die Erkennbarkeit auf den Straßen wesentlich erhöht! Insbesondere bei Kindern sollten Eltern darauf achten, dass ihre Sprösslinge helle und leuchtende Farben tragen.

Drei Wandertipps zum Herbst - DRK Bergwacht

Herbstzeit ist Wanderzeit. Immer häufiger wird die Bergwacht zu Unfällen gerufen, die auf mangelnde Kondition zurückgehen. Sturzverletzungen sind die Folge. Bei einem Unfall in entlegenem und unwegsamem Gelände kann es dauern, bis Hilfe eintrifft. Deshalb gehört das Erste-Hilfe-Set unbedingt in den Rucksack. Das DRK gibt Tipps, wie Sie sicher wandern.

Tipp 1: Überprüfen Sie Ihre Kondition!
Vor Antritt einer Wanderung sollten Sie sich ehrlich selbst überprüfen: Wie ist es um Ihre Kondition bestellt? Erreichen Sie Ihr Ziel zum gewünschten Zeitpunkt? Viele Wanderer unterschätzen die Weglänge und geraten in die Dunkelheit.
„Die Selbstüberschätzung der eigenen Kondition ist eine weitverbreitete und vermeidbare Unfallursache. Wer müde ist, stolpert schnell und kann oft nicht schnell genug reagieren. Wandergruppen sollten die Route immer an der Leistung und Fitness des schwächsten Mitglieds ausrichten. Wer nicht sicher ist, wie fit er ist, sollte vor der Wanderung seinen Hausarzt befragen.", sagt Prof. Dr. Volker Lischke, Sprecher der Bergwacht-Ärzte.
Tipp 2: Die richtige Vorbereitung im Herbst
Angesichts kühler Temperaturen und früh einsetzender Dunkelheit sollten Wanderer warme Kleidung, Mütze, Handschuhe und eine Stirnlampe in den Rucksack packen.   Ins Erste-Hilfe-Set gehören Pflaster, Wundverband, Rettungsdecke, Dreieckstuch und ein Kühlelement. Der beste Schutz vor Stürzen und Verletzungen ist gutes Schuhwerk. Je nach Gelände eignen sich Trekkingschuhe oder Wanderschuhe, die bis über die Knöchel reichen. Nehmen Sie aktuelles Kartenmaterial mit und informieren Sie Bekannte über Route und die geplante Rückkehr.
Tipp 3: Erste Hilfe bei Prellungen und Verstauchungen
Bei Prellungen und Verstauchungen lindern Sie auftretende Schwellungen und Schmerzen, indem Sie die PECH-Grundregel befolgen:
P wie Pause: Der Verletzte sollte sich ausruhen, das Körperteil nicht weiter belasten.
E wie Eis: Kühlen Sie das betroffene Körperteil so schnell wie möglich, z.B. mit Kühlgel (direkten Kontakt mit dem Kühlelement vermeiden!) oder kaltem Wasser aus einem Gebirgsbach.
C wie „Compression“ (Druck): Entlasten und stabilisieren Sie das betroffene Gelenk durch einen elastischen Verband. Legen Sie den Verband in natürlicher Stellung an und kontrollieren Sie das Körperteil noch einmal nach zehn bis zwanzig Minuten.
H wie Hochlagern: Das betroffene Körperteil sollte erhöht ruhen. Stellen Sie einen verletzten Arm z.B. mit dem Dreieckstuch ruhig.

Setzen Sie einen Notruf (112) ab und beantworten Sie der Rettungsstelle die fünf „W“s (Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Verletzungen? Warten Sie auf Rückfragen). Geben Sie möglichst präzise Angaben über Standort und Witterungsbedingungen.
Die DRK-Bergwacht stellt mit rund 14.500 Mitgliedern den Rettungsdienst in unwegsamem Gelände, in Kletter-,Wander- und Skigebieten über die Mittelgebirge bis zu den Deutschen Alpen sicher. 2011 kam die Bergwacht rund 16.000 Mal zum Einsatz. (DRK)

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Hochsaison für Dämmerungswohnungseinbrecher - Hinweise der Polzei

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten nutzen Einbrecher den Schutz der früh einsetzenden Dämmerung. Fehlende Wohnraumbeleuchtung im Tatanwesen signalisiert dabei dem Täter die Abwesenheit der Wohnungsinhaber. Entsprechend den Erfahrungen der vergangenen Jahre muss auch in diesem Jahr mit Beginn der „dunklen Monate“ von Oktober bis März wieder mit dem verstärkten Auftreten von Dämmerungswohnungseinbrechern (Einbrüche in Wohnungen und Häuser zwischen 17:00 Uhr und 21:00Uhr) gerechnet werden. 

Wie gehen die Täter vor?
Häufig wählen die Täter solche Objekte aus, bei denen sie sich durch hohe Hecken, hohe Einfriedungen, Verbauung oder Bepflanzung „sichtgeschützt“ und unbemerkt von der rückwärtigen Seite anschleichen können. Angegangen werden insbesondere Einfamilien- oder Reihenhäuser und Erdgeschosswohnungen, wobei bevorzugt Terrassen- oder Balkontüren bzw. Fenster in verschiedenster Art und Weise geöffnet werden. In der Regel werden die Tatobjekte im Vorfeld zudem ausgekundschaftet.

Welche Gegenstände werden im Falle eines Einbruchs entwendet?
In den meisten Fällen werden Schmuck, Bargeld, Devisen, Uhren oder Gold entwendet. Vereinzelt nehmen die Täter aber auch kleine elektronische Geräte und Designerbekleidung mit, soweit diese ohne groß aufzufallen abtransportiert werden können.

Wie kann ich mich selbst schützen?
Folgende Verhaltensregeln (Präventionstipps) sollten Sie beachten:
  • Lassen Sie ihre Wohnung / ihr Haus beim Verlassen nicht gänzlich unbeleuchtet. Durch den Einsatz einer Zeitschaltuhr lässt sich die Beleuchtung der Wohnräume individuell regeln, denn fehlende Beleuchtung signalisiert Abwesenheit.
  • Schalten Sie die Außenbeleuchtung ein / nutzen Sie Bewegungsmelder.
  • Schließen Sie bei jedem Verlassen, auch bei kurzer Abwesenheit, alle Fenster und Türen / vermeiden Sie Kippstellungen (gekippte Fenster sind offene Fenster) und ziehen Sie Keller- und Haustüren nicht nur ins Schloss, sondern verschließen Sie die Türen.
  • Sorgen Sie bei längerer Abwesenheit für die Leerung ihres Briefkastens.
  • Vermeiden Sie auf Ihrem Anrufbeantworter genaue Abwesenheitszeiten zu benennen.
  • Vereinbaren Sie mit Nachbarn / Verwandtschaft, dass Rollläden tagsüber hochgezogen werden und abends ein Licht eingeschaltet wird.
  • Entfernen Sie mögliche „Steighilfen“ wie Stühle / Tische / Leitern von Ihrer Terrasse.
  • Bewahren Sie wenig Bargeld und Wertsachen zu Hause auf, Wertgegenstände gehören in den Tresor oder in ein Bankschließfach!
Wie soll ich mich bei verdächtigen Feststellungen verhalten?
Seien Sie wachsam. Melden Sie verdächtige Personen, Fahrzeuge und Geräusche der Polizei. Teilen Sie verdächtige Beobachtungen, auch beispielsweise auf dem Nachbargrundstück, sofort der Polizei mit. Rufen Sie lieber einmal zuviel an, als einmal zu wenig! Notieren Sie sich, soweit möglich, die Kennzeichen von verdächtigen Fahrzeugen und eine Beschreibung von Personen. Informieren Sie auch Ihre Nachbarn über Ihre Wahrnehmung!

Wo kann ich mich beraten lassen?
Gerne und kostenlos beraten Sie, auch bei Ihnen zu Hause, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen.

Ihre kriminalpolizeiliche Beratungsstelle erreichen Sie je nach Wohnort bei den Kriminalpolizeiinspektionen Kempten, Memmingen oder Neu-Ulm.
Erreichbarkeiten
Link zu den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des PP Schwaben Süd/West

 TV Werbespot des PP-München

Donnerstag, 7. Juni 2012

Lebensmittelwarung: Hersteller ruft La Dolce Crema - „Löffelgorgonzola“ zurück


Die Firma Firma Casarrigoni s.r.l (Italien) ruft den Käse La Dolce Crema - „Löffelgorgonzola“ zurück. In einzelnen Proben ist eine erhöhte Anzahl von Listerien gefunden worden. Es sind die Chargen mit Mindesthaltbarkeitsdatum 07.06./15.06./21.06./28.06.2012 betroffen.
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