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Freitag, 6. Juli 2012

Blitzschlag setzt Dachstuhl in Brand - München

Foto: FFW München
Donnerstag, 5. Juli 2012; 20.47 Uhr; Stümpflingstraße 
Vermutlich durch einen Blitzschlag fing in den Abendstunden der Dachstuhl eines Einfamilienhauses Feuer. Die Bewohner, eine Familie mit einem Kleinkind, vernahmen während eines Gewitters einen heftigen Knall. Gleichzeitig fiel in dem Haus teilweise der Strom aus. Der Mann kontrolliert den Sicherungskasten. Nachbarn machten zur gleichen Zeit die Familie darauf aufmerksam, dass im Bereich des Dachfirstes Feuerschein zu sehen sei. Die Feuerwehr hätten sie schon alarmiert. Der Familienvater versuchte daraufhin, im Speicher den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Das Vorhaben scheiterte. Bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten die Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Der Löschangriff wurde parallel über den Speicher und über eine Drehleiter eingeleitet. In aufwendiger Arbeit entfernten die Feuerwehrleute im Dachboden in Brand geratene Isolierung. Mit Hilfe der Drehleiter wurde auf der Suche nach Glutnestern ein Teil der Dachhaut geöffnet. Nach Abschluss der Löscharbeiten dichtete die Feuerwehr das Dach mit Dachplatten und Folie gegen den anhaltenden Regen wieder ab. Während der Dauer des Einsatzes fand die Familie bei Nachbarn Unterschlupf. Sie konnten am späten Abend wieder in ihr Haus zurückkehren. Der Schaden wird auf etwa 15.000 € geschätzt. Verletzt wurde niemand.

Polizeimeldung zu den Unwettern in der Nacht vom 05-06.07.2012

Archivfoto
Die bereits vom Deutschen Wetterdienst angekündigte Unwetterfront überquerte den Zuständigkeitsbereich unseres Polizeipräsidiums, aus südwestlicher Richtung kommend, am gestrigen Donnerstagabend, zwischen 19.30 Uhr und 22.00 Uhr. Die Auswirkungen blieben in den Bereichen der Lkr Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und den Städten Kempten und Kaufbeuren sehr gering, was auch von der Integrierten Leitstelle Allgäu bestätigt wurde. Die Intensität nahm dann im Großraum Memmingen deutlich zu und gipfelte im Raum Neu-Ulm,während das östliche Unterallgäu und der Landkreis Günzburg nahezu komplett verschont blieben. Bei der Einsatzzentrale gingen in diesem Zeitraum ca. 150 Notrufe ein, die zum überwiegenden Teil in Zusammenhang mit dem Unwetter standen. Die Ausmaße des Unwetters vom letzten Samstag wurden glücklicherweise bei weitem nicht erreicht.
Zusammenfassung der bekannt gewordenen Ereignisse (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
- Blitzeinschlag in der Nähe des Kohlbergtunnels/A96 löst mehrfach die automatische Tunnelsperre
aus Überprüfung ergab, dass keine echte Störung vorlag. Technikstörung konnte vor Ort behoben
werden.
- Im Großraum Memmingen wurden durch die Sturmböen ein paar Dächer teilweise abgedeckt.
Mehrere Bäume stürzten auf Straßen und PKW.
- Im Raum Neu-Ulm musste die B28 wegen Überflutung kurzzeitig komplett gesperrt werden -
Umleitung über die B30.
Nach ca. 30 Minuten war zumindest ein Fahrstreifen in Fahrtrichtung Senden wieder befahrbar.
Mittlerweile wieder komplett frei.
- Im Stadbereich liefen Unterführungen voll. 2 PKW blieben stecken und mussten abgeschleppt
werden
- Im Großraum Neu-Ulm fiel eine sehr hohe Niederschlagsmenge innerhalb kurzer Zeit, was viele
Gullys (auch in Gebäuden) zum Überlaufen brachte.
Aufgrund der schweren Sturmböen wurden hier viele Dächer teilweise abgedeckt, sowie Gauben
und Dachfenster zerstört, was zu Schäden durch das eintretende Wasser führte.
Die Integrierte Leitstelle Donau-Iller, meldete ca. 250 Feuerwehreinsätze in Zusammenhang mit dem
Unwetter, die nach und nach abgearbeitet werden.

200 Passagiere müssen nach Unwetter am Allgäu-Airport übernachten - Memmingeberg

Am Donnerstag Abend sorgten Unwetter für schwere Schäden in Schwaben. Am Allgäu Airport strandeten ca. 200 Passagiere, nachdem alle Flüge durch die Flugsicherung gestrichen wurden. Am Verwaltungsgebäude sorgte eine Windhose für starke Beschädigungen. Verletzt wurde niemand. BRK, Malteser, Johanniter, Feuerwehr und das THW betreuten die ganze Nacht hindurch die Passagiere welche am Airport übernachten müssen. Als um kurz nach 20.30 Uhr eine Gewitterfront über Schwaben jagdte, wussten die knapp 200 Passagiere zweier Flüge nach Porto und Faro noch nicht, dass sie länger als ursprünglich geplant auf ihren Start in den Urlaub warten müssen. Minuten später erfasste ein Windhose, nur wenige hundert Meter vom Terminal entfernt, das Dach des Verwaltungsgebäudes und Deckte diese bis zur Hälfte ab. Teile des Daches begruben mehrere geparkte Autos unter sich. Aufgrund des Sturmes stellte die Flugsicherung den Flugverkehr von und nach Memmingen und Lindau ein. Zwei Maschinen mussten sturmbedingt bereits nach Friedrichshafen umgeleitet werden. Ein ursprünglich geplanter Transfer der gestrandeten Passagiere nach Friedrichshafen fand aufgrund des Startverbotes nicht mehr statt. Somit mussten sich die Passagiere auf eine Nacht am Allgäu Airport einstellen.