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Donnerstag, 11. Juli 2013

DRK-Wasserwacht: Gesundheitstipps für den Badeurlaub mit Kindern

Symbolfoto
Der Sommer ist da – und viele Familien fahren ans Wasser. Ertrinken ist bei Kindern aber die zweithäufigste Todesursache. Deshalb gibt die DRK-Wasserwacht praktische Tipps, wie beim Badeurlaub alle gesund und munter bleiben.

Schwimmen lernen
Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil Schwimmbäder schließen und an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht gegeben wird. Das ist für die DRK-Wasserwacht das größte Problem. Andreas Paatz, stellvertretender Bundesleiter der Wasserwacht, sagt: „Wenn ein neun- bis zehnjähriges Kind nicht sicher schwimmen kann - also auf dem Niveau des Jugendschwimmabzeichens, spätestens dann sollten Eltern aktiv werden und selbst mit dem Kind üben oder besser einen Schwimmkurs besuchen.“ Günstige Kurse bietet die Wasserwacht in vielen Städten an. Eine Wasserwacht-Gruppe findet man über www.wasserwacht.de/Finde+Wasserwacht+Gruppen+nach+Namen.23.html.  
Aufsicht, Aufsicht, Aufsicht 
Paatz: „Eltern dürfen am Wasser spielende Kinder, die nicht sicher schwimmen können, keinen Augenblick aus den Augen lassen.“ Das gilt auch, wenn das Gewässer durch Wasserretter abgesichert ist. Denn Wasser zieht Kinder magisch an – und nur ein Moment der Achtlosigkeit kann fatale Folgen haben. Paatz: „Ein Kind, das nicht schwimmen kann, geht im Wasser unter wie ein Stein. Auch Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen sind keine Rundumsorglos-Lösung. Sie helfen beim Schwimmenlernen, schützen aber nicht zuverlässig vor dem Ertrinken“. Eltern sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um selbst auch entspannen zu können. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten Pflicht.

Baderegeln für die Größeren
Paatz: „Ein Trugschluss wäre zu glauben, dass das Seepferdchen oder Jugendschwimmabzeichen in Bronze Kinder zuverlässig vor dem Ertrinken schützen. Das tut es nicht.“ Wichtig ist, den Kindern Regeln für den Spaß im und am Wasser zu geben. Dazu gehört: Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten, an Brücken, Buhnen oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht ins Ungewisse springen, also z.B. nicht von Brücken oder Felsen in trübe Gewässer. Nicht mit vollem Bauch, unter Alkoholeinfluss oder ohne Abkühlung ins Wasser. Und: Längere Strecken immer mit anderen schwimmen, nie allein.

Die DRK-Wasserwacht leistet mit 75.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften rund 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland und rettet dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken.
(Quelle: Pressestelle DRK / 046/13)

Mittwoch, 30. Januar 2013

DLRG Memmingen – Eistauchübung im Baggersee bei Attenhausen

Ein starkes Team – DLRG Eisrettungsübung / Foto: Krivacek

Eisig waren die Temperaturen in den letzten Tagen, viele Seen hatten eine gefährlich dünne Eisschicht gebildet. Für die Eisrettunsgübung der DLRG Memmingen ideale Übungsvoraussetzung. Wir begleiteten die Taucher an den Baggersee bei Attenhausen.
Die Mannschaft der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Memmingenrückte mit zwei Fahrzeugen und einem Rettungsboot aus. Am Treffpunkt angekommen, wurden erst einmal die Aufgaben und Verantwortungsbereiche besprochen. Nach dem organisatorischen Teil ging es jetzt in die Praxis. Die Taucheranzüge wurden angelegt, die Ausrüstung ein letztes mal kontrolliert. Mit den Worten “Auf geht’s zum Einbrechen”, wurde die Mannschaft Richtung Ufer geschickt. Vor allem die Jugendlichen freuten sich bei der Übung in das Eis einbrechen zu dürfen.

Ins Eis einbrechen mal anders

Obwohl der See zugefroren war und eine dünne Schneedecke eine trügerische Sicherheit suggerierte, war es für die Einsatzkräfte nicht schwer das Eis zu brechen. Für die Nachwuchstaucher eine wichtige Erfahrung, sie sollten bei der heutigen Übung Routine und Sicherheit im Eistauchen bekommen. Gesichert von mehreren Leinenführern am Ufer, zerbrachen Sie die Eisfläche und bereiteten die Tauchgänge vor. Doch nicht nur unter Wasser auch über dem Wasser übten die DLRG das richtige Vorgehen in Einsatzlagen. So robbten sich die Jugendlichen bäuchlings über die dünne Eisfläche. Anschließend ging es dann für Tauchlehrer und die zwei Tauchlehrlinge abwechselnd in das eiskalte Nass und unter die Eisdecke. Wichtig für die Nachwuschsretter, die Orientierung behalten und nicht in Panik geraten.

Zugefrorene Gewässer stellen immer ein Risiko dar

Die Übung zeigte eindrucksvoll wie trügerisch die vermeintlich “dicke” Eisschicht auf den Seen sein kann. Ohne große Kraft war es den professionellen Rettern des DLRG möglich in das Eis einzubrechen. Ist ein Eisläufer erst einmal in durch das Eis gebrochen, sind die Chancen aus eigener Kraft zurück auf die Eisfläche zu kommen sehr gering. Das eiskalte Wasser, die schwere Winterkleidung und der Schreck können binnen kürzester Zeit jegliche Kraft aus dem Körper ziehen. Sollten Sie einen Eisunfall beobachten wählen Sie SOFORT die 112 und versuchen Sie dann mit Hilfe weiterer Personen (sofern möglich) der eingebrochenen Person zu helfen. WICHTIG! Bringen Sie sich dabei nicht selber in Gefahr nutzen sie Äste, Stämme, Leitern und andere Gegenstände um an die eingebrochene Person zu kommen.
Das Fazit dieser Übung: Sollten Sie schnelle Hilfe im Wasser brauchen, ist die DLRG Memmingen eine perfekte Gruppe um Ihnen zu helfen.