Sonntag, 14. Oktober 2012
Volles Programm für Einsatzkräfte vom DLRG Memmingen
Ereignisreich startete der Oktober für die Einsatzkräfte der DLRG
Memmingen/Unterallgäu. Gleich drei „Einsätze“ innerhalb von vier Tagen
galt es zu bewältigen. Am 2.10. geht eine erste Lagemeldung zur bayernweiten Zivil- und
Katastrophenschutzübung „Bavaria 2012“ am 6.10. beim Leiter Einsatz,
Anton Wiedergrün, ein. Die Koordinierungsstelle des Landesverbandes
beauftragt darin die Bezirke, ihre Wasserrettungszüge in namentlicher
Besetzung zu melden. Als Teileinheit des Wasserrettungszuges Schwaben
II ist auch der Tauchtrupp der DLRG Memmingen/Unterallgäu hierzu
aufgerufen. Mitten in die Vorbereitungen platzt dann ein Einsatz für die
Schnelleinsatzgruppe. Am Feiertag, 3.10., werden die Wasserretter um
8:44 Uhr zu einem Einsatz in Bad Grönenbach alarmiert. Passanten haben
dort in einem Bach eine treibende Person gesichtet. Die zehn anwesenden
Einsatzkräfte müssen letztlich aber nicht ausrücken, da die treibende
Person sich zwischenzeitlich als Treibholz herausgestellt hat. Weitere Lagemeldungen der Koordinierungsstelle des LV werden
ebenfalls noch am 3.10. und an den Folgetagen empfangen und müssen
abgearbeitet werden. Schließlich erfolgt am 5.10. ein Marschbefehl für
den Tauchtrupp zum Treffpunkt des Wasserrettungszuges Schwaben II und
weiter zum Übungsgelände nach Roth. In Sollstärke, insgesamt sechs
Personen (Truppführer, Taucher, Bootsführer, KatS-Helfer), ist die DLRG
Memmingen/Unterallgäu vertreten. Angenommenes Übungsszenario ist ein großflächiges Hochwasser. Nach
der Anfahrt (Kolonnenfahrt mit Blaulicht) werden die Wasserrettungszüge
in den Bereitstellungsraum beordert. Später werden die Boote zu Wasser
gelassen und verschiedene Einsatzaufträge abgearbeitet. Ein Taucheinsatz
wird dem hiesigen Tauchtrupp nicht zugeordnet. Dafür sind mit unserem
Rettungsboot verschiedene Absicherungsmaßnahmen zu treffen. Beeindruckt
von der Leistungsfähigkeit der DLRG Bayern zeigt sich der Staatsminister
des Innern, Joachim Herrmann, der sich hierüber direkt vor Ort einen
Eindruck verschafft. Weitere Einzelheiten der „Bavaria 2012“ sind auf
den Internetseiten des Landesverbandes Bayern (bayern.dlrg.de/presse/faktenblaetter.html) zu finden. Neben der Großübung der 14 bayerischen Wasserrettungszüge der
DLRG mit insgesamt über 800 ehrenamtlichen Helfern, findet am gleichen
Tag auch eine Katastrophenschutzvollübung im Landkreis Günzburg statt.
Hierfür haben die dortigen Kollegen die DLRG Memmingen/Unterallgäu um
Unterstützung gebeten. Zu dieser Übung werden sechs Einsatzkräfte
entsandt. Ein Güterzug mit Arbeiterwaggon (besetzt mit rund 30
Arbeitern) ist mit einem vollbesetzten Kleinbus kollidiert. Eine rund 15
Personen starke Joggergruppe wird zudem von herumfliegenden Teilen
verletzt. Weiter könnten Personen in die an der Unglückstelle
vorbeiführende Mindel geschleudert worden sein. So das Szenario, dass
die rund 350 Helfer abzuarbeiten haben. „Schon eine halbe Stunde nach
ihrer Alarmierung tauchen drei unerschrockene DLRG-Helfer in die
eiskalte Mindel und können nach rund zwanzig Minuten drei Personen aus
der Mindel retten.“ (Mittelschwäbische Nachrichten). Hierbei waren auch
unsere Einsatzkräfte beteiligt. Der Leiter Einsatz, Anton Wiedergrün, freute sich, dass sowohl die
„Bavaria 2012“ in Sollstärke besucht, als auch den Kollegen im Landkreis
Günzburg gleichzeitig personelle Unterstützung gewährt werden konnte.
Zudem wurde auch die Einsatzbereitschaft der Schnelleinsatzgruppe in
dieser Zeit durch verbleibende DLRG-Wasserrettungskräfte aufrecht
erhalten. (DLRG Jürgen Bonnemann)
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