Samstag, 27. Oktober 2012

Sieben Verletzte durch Holzkohlegrill - Kohlenmonoxidvergiftung - München

Ein Rettungswagen wurde am Samstag Morgen dem 27.10.2012 zu einem Notfalleinsatz in ein Wohnhaus in Berg am Laim gerufen. In der Wohnung im 1. Stock des Anwesens befanden sich sieben Personen. Alle litten unter Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzrasen. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass ein Holzkohlegrill Ursache der Beschwerden war. Die Besatzung des Rettungswagens reagierte schnell, lüftete sofort die Räumlichkeiten und forderte Verstärkung an. Am Vorabend wurde mit dem Holzkohlegrill auf dem Balkon gegrillt. Danach wurde der noch nicht erloschene Grill in der Wohnung abgestellt. Im Laufe der Nacht zogen sich die sieben Personen, drei Männer, drei Frauen und ein 11 Jahre altes Kind, Kohlenmonoxidvergiftungen zu. Mehrere Rettungswagen sowie ein Feuerwehr-Notarzt versorgten die Patienten und brachten sie in Krankenhäuser. Einsatzkräfte der Feuerwache Ramersdorf führten in der Wohnung Messungen durch. Die Lüftungsmaßnahmen der ersteintreffenden Rettungsdienstbesatzung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Erfolg gezeigt. In der Wohnung konnte mit den Messgeräten der Feuerwehr kein Kohlenmonoxid mehr nachgewiesen werden. Der Holzkohlegrill wurde auf dem Balkon abgestellt. Eine der Frauen, die schwanger ist, wurde nach der klinischen Untersuchung zur Feuerwache Ramersdorf gebracht. Dort wird sie in der ständig einsatzbereiten Taucherdruckkammer der Berufsfeuerwehr geschleust. Bei dieser Schleusung handelt es sich um eine Sauerstoffüberdruckbehandlung, mit dessen Hilfe die Kohlenmonoxidvergiftung therapiert werden kann. (fel)

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