Kurz vor 6:00 Uhr rief die Frau am Mittwoch bei der Ulmer Polizei an und schilderte, dass sie in der Nacht ihren Sohn getötet habe. Die Beamten eilten sofort zu der Wohnung in der Ulmer Innenstadt, wo die 38-Jährige auf sie wartete. Den neunjährigen Sohn der Ulmerin fanden die Polizisten tot in einem Bett. Nach dem Stand der Ermittlungen hatte die 38-Jährige nach der Tat versucht, sich das Leben zu nehmen. Dabei verletzte sie sich leicht, ein Notarzt versorgte sie vor Ort. Die Polizei nahm die Mutter unter dringendem Tatverdacht vorläufig fest. Staatsanwaltschaft Ulm und Kriminalpolizei ermitteln nun, um den genauen Ablauf und die Hintergründe für diese schwere Straftat aufzuklären. Nach ersten Erkenntnissen könnte die finanzielle Schieflage der alleinerziehenden Mutter eine wichtige Rolle spielen. Noch am frühen Morgen kümmerten sich Notfallseelsorger um die Angehörigen. Die Beschuldigte wird am Mittwochnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm dem Haftrichter beim Amtsgericht Ulm vorgeführt. Ebenfalls am Nachmittag wird der Leichnam des Jungen obduziert, um die genaue Todesursache festzustellen.

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